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8 Jun 2016

Von der Kunst und dem zellulären Benefit NICHT zu Urteilen…

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nicht urteilen - annakee

Wieso Urteilen eine Stagnation und Enge des Geistes ist und wie man sie löst… 

„Wer kennt schon jemanden Anderes wirklich. Kennst du dich denn selbst so genau?“

Wie leicht ist es, jemanden in eine Schublade zu schieben und ihn/sie zu verurteilen. Ein Fehler, ein Missverständnis, eine schiefe Nase oder falsche Kleidungskombination und schon ist man unten durch….

Am schlimmsten ist es jedoch, wenn geliebte Menschen dies tun und man sich nicht wieder findet. Eine Stumme Antwort, die die Einzige bleibt und das Herz des Anderen durch einen Gedanken sich verschliesst und vielleicht nicht mehr öffnet. Riegel und Schloss am Dörnröschenschloss des Herzens wurden auf unbestimmte Zeit verhängt! Du kennst es, es ist ein grausames Gefühl und alles scheint vergeben. Wenn man Glück hat kommt der rettende Wachküssprinz schnell und nicht erst in 100 Jahren vorbei… die Wandlung im Herz.

Wieso aber urteilen wir überhaupt und wie können wir dem Drang es zu tun widerstehen?

Die Verhaltens und Gehirnforscherin Dr. Vera F. Birkenbihl hat dazu eine sehr eindrucksvolle und leichte Erklärung. „Alles was wir Wahrnehmen, nehmen wir wahr im Lichte unserer vergangenen Erfahrungen und im Lichte unserer Programme und die Färben, was wir wahrnehmen. Die Entscheiden, wie wir auf etwas gucken, beurteilen. Es ist der Abgleich mit der Vergangenheit. Die Vergangenheit guckt immer mit!“

So schiebt sich zwischen uns und dem betrachteten Objekt oder Situation dann etwas, was wir bereits zu wissen Glauben und verdunkeln damit unseren Sinn für das was bereits da ist, sind nicht mehr fähig noch offen, das Andere, das Gegenüber so wahrzunehmen, wie es ist.

Das Limbische Gehirn System arbeitet sozusagen wie ein Computer, der bereits vorhandene Bilder und Situationen mit der schon anwesenden Bibliothek und Gallerie an Wissen permanent vergleicht. Wenn wir es kennen, kommt es sofort in eine bestimmte Zuordnung, passt das neue Bild nicht hinein, fällt es einfach raus. Es wird nicht wahrgenommen! Es gibt nur einer Ausnahme: der Absender muss sein neues Bild mit Wissen und fühlbar als neue Erfahrung abliefern! Und auch da wird es gleich in angenhem, unangenehm eingeteilt, was wieder Opfer von neuem Urteil werden kann.

Bleiben wir beim „neutral“ einzufügendem Bild mit Wissen…

Es ist wie ein neues Softwareprogramm, das die alte Bibliothek und Gallerie erweitert. Passiert dies nicht, fällt ein gegebener Umstand der beim Gegenüber eine Realität darstellt einfach raus. Wenn es nicht nur rausfällt, sondern bemerkt wird, aber nicht genommen werden will, entsteht heftigste Abwehr dagegen. Das nennt man schlicht Urteil! Dieses Urteil ist lediglich das bereits vorhandene Erfahrungs Wissen der anwesenden Bibliothek mit Bildern, die Gallerie innerer Erfahrung. Nicht einsortierbares passt einfach nicht ins Regal und Platz wird nicht gemacht.

Denn das Bedarf einer bewussten Entscheidung von uns, freiwillig, so ein neues Wissensbild einfach aufzunehmen, ohne Abwehr und Urteilsreaktion!

Die Tür fliegt zu und bleibt solange zu, bis das neue Bild mit dem neuen Wissen und Erfahrung dann auch so geliefert wird, dass es übersetzt werden kann vom inneren Verständnis. Meist geschieht die durch Schmerz & Leid! Statt freiwilligem akzeptieren.

Wenn du also abgelehnt wirst, verurteilt für etwas, was deine Welt beschreibt ohne im anderen Platz zu finden, sei nicht persönlich angegriffen! Es gibt einfach noch keinen Platz in der Person gegenüber dafür und reagiert völlig normal mit Ignoranz oder heftiger Abwehr dagegen. Das neue Bild wird sogar als persönlicher Angriff auf die eigene Identität erlebt, da man glaubt, das eigene System arbeite Perfekt. Tut es auch, aber eben nur in einem gewissen Wahrnehmungsradius. Die neue Erfahrungslieferung eines Anderen schlug damit fehl anzukommen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit kannst du dann in dem Moment nicht viel machen, wenn ein Urteil bereits gefällt ist, dies im anderen zu revidieren.

Es ist jedoch möglich für dich selbst, weniger zu urteilen, indem du verstehst, wie der Ablauf ist und einfach nur bedeutet, dass dieses neue Bild und Wissen noch kein Erfahrungswert in dir oder dem anderen aufweist.

Wenn du dies gern offener und flexibler deine Geisthaltung trainieren willst, so gibt es die Möglichkeit nach einer Brücke in dir zu sehen, wo du bereits andere neue Erfahrungen schafftest zu integrieren und unter welchen Umständen dies geschah. Schliesslich denkst du heute nicht mehr wie damals als Teenager und Wachstum geschah kontinuierlich in deiner Wissensgalerie der Erfahrungen.

Frage dich Jetzt hier einmal, wie lerne ich meine Lektionen im Leben? Leicht oder unter Schmerz? Wann dürfen neue Wissensbilder in mir Platz nehmen, wer ist Freund, Feind, Lehrer, Geliebte/r in meinem Leben? Was will ich dort erfahren, lernen, lehne ich ab oder bin süchtig danach?

Dürfen fremde Ideen anderer Lebensweisen zu mir gelangen und mich berühren oder torpedieren sie mein System und Erschüttern meine Weltanschauung? Inwiefern erlaube ich die Erfahrungen Anderer in mir Willkommen zu heissen, ohne mich angegriffen zu fühlen, sprich, kein passenden Match zu finden? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein und wann wär ich bereit genau diese Bedingungen loszulassen um mehr Platz in meinen Erfahrungsregalen der Wissens Bibliothek zu machen? Muss ich erst gezwungen werden oder darf zukünftig eine neue, angenehme und auch unangenehme Erfahrung, Wissensbild, einfach in meine Regale der Erfahrung gelangen? Wogegen wehre ich mich? Wen verurteile ich? Was ist absolutes no go? Wonach hechel ich?

Letztlich filtern wir alles durch eine einzige Frage: FÜHLT es sich gut an?

Wenn Nein, wehren wir es ab, wenn Ja wollen wir es sehr gern. Letztlich beschreibt dies eine äusserst einseitige Bibliothek, nicht wahr, nur angenehmes zuzulassen! Die Kunst nicht zu Urteilen, gleicht jedoch einer sehr abwechslungsreichen, riesigen Ansammlung scheinbar willkürlicher, nicht passender Erfahrungsschätze, wie die unterschiedlichsten Bücher und Schriftsteller in einer wirklich sehr grossen Bibliothek. Und genau das macht uns offen Herzig, flexibel im Geist und Milde im Urteil über Andere!

Leicht werdenProbiere mal aus, neue Gedanken, Bilder, Situationen im Leben urteilsfreier anzunehmen und erkenne was es ist. Einfach nur ein anderes Bild einer „bereits vorhandenen, existierenden Realität und Wahrheits Horizont eines anderen Menschen Erfahrung“! NAtürlich kann man dagegen sein, seine Meinung haben dass das total daneben ist, aber damit verschlisst man auch die Möglichkeit, eine Sichtweise und Realität des anderen einfach einmal „auszuprobieren“ ohne sich damit gleich „identifizieren“ zu müssen und zu schützen, abzugrenzen, zu verbarrikadieren und eben seine Meinung, Urteil zu bilden.

Findest du nicht auch, dass die Kraft der bewussten Entscheidung noch nicht vorhandene Erfahrung eigenen Lebens sogar bereichert werden würde, wenn man es einfach nur betrachtet, akzeptiert, wählt ob und was man erlaubt zu betrachten, ohne es jedoch verurteilen zu müssen.

Wir sind so komplexe Wesen und haben Gründe in den Tiefen, die wir oft selbst nicht kennen. Handlungsweisen resultieren immer aus vergangenen Erfahrungen und werden nur sehr langsam durch Neue überschrieben. Wer einen offenen Geist besitzen und trainieren will, sollte diese Vorgänge verstehen und zu entscheiden, ob ein Urteil nicht vielleicht nur eine Unfähigkeit ist, einer neuen Erfahrung Platz zu gewähren, gegen die man sich wehrt, aus Gründen eigener Erlebnisse – aber diesen permanenten Kampf einfach auch ablegen kann und dafür neugieriger wird, welch seltsam schön/gruselige Realitäten es doch zu entdecken gibt…

Ich denke niemand mag es be- oder verurteilt zu werden und so dürfen wir selbst damit beginnen, unsere eigene Herzweite der Bibliothek des Wissens und Gallerie der Erfahrungsbilder immer wieder neu besuchen zu lassen. Nicht mehr nützliches aussortieren, neues Erlauben und nebenbei damit Gehirntraining zu betreiben.

Und als Bonus… Die neuralen Bahnen entstehen nämlich exakt durch das: neue Bilder & neue Erfahrungen…
Einen flexiblen Geist hat also jemand, der erlaubt ständig seine Gehirnzellen mit neuen noch nicht vorhandenen Wissensbildern speisen zu lassen und so schnellere Gehirnleitbahnen zu kreieren, eine flexible Meinungshaltung und auch ein mildes Herz sind die Ergebnisse solchen Trainings!…

Hättest du das gedacht? Nicht urteilen erschafft dir neue Gehirnzellen und ein mildes Herz!

♥ Jetzt viel Spass beim nicht mehr urteilen und neue Lebensbilder schiessen!

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