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4 Feb 2016

WENN EINEM WAS FEHLT, OBWOHL MAN ALLES HAT…

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Meditation - die Perle des Seins

Die Perle des Seins

Du siehst gut aus, hast deine regelmässig, gesicherten Einnahmen, fährst öfter mal weg, gehst gern mal feiern, bist viel mit Freunden unterwegs und hast gern mal wechselnde Partner/innen. Im Prinzip hast du alles, was sich ein verwöhntes Herz so alles ersehnen kann, oder auch weit mehr als dass und du fühlst trotzdem dieses seltsame Nagen in deiner linken Herzecke, dass da irgendwas fehlt…

Aber was? Was ist es, dass dich nie so recht zur Ruhe kommen lässt, das dich umtreibt und immer wieder neue Abenteuer, Parties, Liebespartner suchen lässt und trotzdem das Sättigungsgefühl “nun ist gut, nun ist genug” sich nicht einstellt?

Kann es sein, dass du dir Selbst fehlst? Könnte es sein, dass du zwar alles tust was dir Spass macht und alles haben kannst was du willst und dennoch läufst du vor dir davon? Kann das möglich sein? Oder sagst du gleich, oh nein, dass kann nicht sein, ich hab ja alles… ausser…

Es ist gar nicht so leicht, seinen wahren Sehnsüchten des Herzens auf die Schliche zu kommen, wenn man sehr viel mit Arbeit und permanenter Freizeitaktivität beschäftigt ist. Nie mal innerlich runter kommt, ja sogar Langeweile hat. Und es wird uns beigebracht, recht fleissig zu sein, natürlich ein Leben lang, für einen Krümel Liebe und Anerkennung zu erhalten – vielleicht. Unterschätze dies Dinge nicht, dass ist ein Mangel-Virus: nicht zu reichen, nicht gut genug zu sein, anders sein zu müssen, den wir seit Kindheit an in uns eingepflanzt bekamen und sich nun wie die echte Identität anfühlt… Welch listige Illusion eines falschen Selbstbildes, dass keinem Anspruch gerecht wird.

Ist es nicht seltsam, dass die ganze Welt so in Trabb gehalten wird, permanent zu arbeiten oder sich mit Freizeitgestaltung, Einkaufen, weg fahren, Liebsabenteuer abzulenken sucht, statt auch mal eine Zeit im Leben zuzulassen, wo das in sich tauchen, nichts tun, meditieren den Vorrang hat? Es ist verpönt, man gilt sofort als faul, oder Gehirn gewaschener einer Sekte. Spätestens, wenn du es mehr als ein halbes Jahr praktizierst oder gar dein Leben solch einem inneren Pfad widmest, den du äusserlich vielleicht in Abgeschiedenheit oder vielen Retreats lebst.

In den Veden (fernöstliche alte Weisheitslehre) heisst es sogar, wer nur nach aussen lebt, lebt nicht sondern schläft, hat sich Selbst verfehlt! Nur wer nach innen seinen Focuss richtet, in sich taucht erwacht, lebt wirklich…

Hol dir deinen persönlichen Beratungstermin, wie du dein Leben umstrukturieren kannst, um mehr runter zu kommen, mehr wirklich dein Selbst zu leben schaffst.

Für mich war das anfänglich seltsam zu lesen und noch seltsamer herauszufinden ob und wie das stimmen könnte. Dass würde ja bedeuten, niemand lebt wirklich, alle schlafen und laufen einer Illusion ihres verwirrten Geistes hinterher – welch eine Behauptung! Ich wollte sie widerlegen, ich schlafe doch nicht, meine Augen sind schliesslich offen…! Und wieso wird man wach, wenn man nach innen geht und wie geht das überhaupt? Wieso schlafen wir, wenn wir alle nach aussen leben? Und wie wende ich mich nach innen, wer lehrt sowas?

In den fünfzehn Jahren bisher, die ich bisher damit beschäftigt war solche und andere Fragen zu erforschen, fiel mir eins nach einer Weile auf, wie unbewusst ich doch in Wahrheit bin und wie selten wirklich Zufrieden oder gar wunschlos glücklich ich bin. Immer fühlte ich mich unsichtbar gehetzt, nie war es genug, ich wollte – wie viele andere – stets mehr, egal was es war. Sicher ich hatte Spass, aber wieso musste es ständig lustig sein, wieso nicht einfach nur so wie es ist?

Das zeigte mir, wie wenig ich doch in Wahrheit mit meiner tieferen Quelle meines Seins verbunden sein musste, wenn ich stets im Aussen mehr haben wollte, immer wieder starke Belustigungssucht verspürte.

Bei dieser Erkenntnis angelangt dämmerte mir langsam, dass, so lange ich dieses nagende Gefühl des Mangels und der Unzufriedenheit in mir tragen würde, mein Leben von innen heraus betrachten zu können und einfach nur still da zu sein, solange würde ich nicht innere Ruhe und Zufriedenheit, Gelassenheit verspüren. Den Moment einfach zu zu lassen in mir und um mich herum wie er ist. Pur, ohne Extras. Ihn nicht verändern, funny machen, schön oder anders haben zu wollen.

Die Meditation – wie ich sie dann von verschiedenen Lehrern erlernte – eine für mich  zuweilen fast unerträgliche Zeit der Stille, wo das Hirn erst so richtig in Fahrt kommt und sofort aufspringen mochte – nahm mich jedoch auf ihre eigene Weise mit in ihr Labyrinth seltsam befriedigender Phänomäne meines tatsächlich anwesenden tieferen Seins. Besonders wenn ich in dafür vorgesehene Meditationszentren weit weg von meinem Alltags dasein fuhr, mein Lieblingsort ist da Brasilien, konnte ich es tatsächlich erleben, wass es heisst “wunschlos glücklich und im vollkommenem Frieden mit sich” zu sein. Kein Lüftchen des Mangels regt sich dann mehr und ich weiss, wo ich zu Hause bin und wo mir nichts mehr fehlt. Ich hatte mich selbst gefunden, ohne neue Klamotte, Fernseher, iPad, Mac oder super Party – schlicht mit geschlossenen Augen, stundenlang! einfach nur dasitzen, mit mir selbst…

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